Scheidenausfluss: Bei diesen 5 Arten des Ausfluss solltest du zum Arzt!

Scheidenausfluss: Bei diesen 5 Arten des Ausfluss solltest du zum Arzt!

Wie läuft’s bei dir?

Frau Intimbereich Scheidenausfluss Ausfluss

Scheidenausfluss: Bei diesen 5 Arten des Ausfluss solltest du zum Arzt!

Wie läuft’s bei dir?

© Bigstock / Javier Sanchez Mingorance

Ausfluss haben die meisten Frauen. Um die Vagina gesund und funktionsfähig zu halten, wird bei jeder Frau täglich ein wenig Scheidenflüssigkeit abgesondert. Allerdings gibt es verschiedene Arten des Scheidenausfluss – und nicht alle sind gesund! Bestimmte Gerüche oder Farben können ein Anzeichen für Intimkrankheiten sein. Welche Arten sind also normal und wann solltest du dringend einen Arzt aufsuchen?

Was bedeuten diese fünf Vaginalgerüche?

Ungewöhnlicher Scheidenausfluss – Sypmtome

Kommt die natürliche Vaginalflora aus der Balance, können sich unerwünschte Bakterien und Pilze ausbreiten und Entzündungen verursachen. Außerdem kann ungewöhnlicher Scheidenausfluss auf Geschlechtskrankheiten oder Tumoren hindeuten. Du solltest vorsichtig sein, wenn sich bei dir Farbe, Geruch oder Menge der Flüssigkeit auffällig verändern. Mach in jeden Fall einen Termin beim Arzt, ungewöhnlicher Ausfluss kann ein Anzeichen für Krankheit sein! Besondere Vorsicht ist bei folgenden Ausflussveränderungen geboten:

Weißer Ausfluss

  • Erscheinungsbild: weißliche Farbe, krümelige Konsistenz, eventuell Jucken und Brennen der Scheide
  • Mögliche Ursache: Scheidenentzündung durch Infektionen mit Pilzen wie Candida albicans. Laut der Pharmazeutischen Zeitung Online müssen sich drei von vier Frauen mindestens einmal im Leben damit herumschlagen. Der Arzt kann gegen den Pilz ein sogenanntes Antimyotikum verschreiben.

Brauner Ausfluss

  • Erscheinungsbild: schleimig, hell- bis dunkelbraune Farbe
  • Mögliche Ursachen: Fremdkörper wie vergessene Tampons, gutartige Wucherungen der Schleimhaut in Scheide, Gebärmutter und Gebärmutterhals

Gelber Ausfluss

  • Erscheinungsbild: gelblich-grüne Farbe, Brennen und Rötungen der Vagina
  • Mögliche Ursache: Trichomonaden-Infektion. Diese Erreger sind Parasiten, die unter anderem auch sexuell übertragbar sind. Deshalb sollte auch der Partner gleichzeitig mit Medikamenten behandelt werden.

Blutiger Ausfluss

  • Erscheinungsbild: stark riechend, dünnflüssig, blutig (außerhalb der Regel), eventuell Schmerzen im Beckenbereich
  • Mögliche Ursachen: innere Verletzungen, Infektion durch Chlamydien oder bösartige Gewebewucherungen im Bereich der Geschlechtsorgane

Eitriger Ausfluss

  • Erscheinungsbild: gelbliche Farbe, Eiter, unangenehmer Geruch
  • Mögliche Ursachen: Gebärmutterhalsentzündung, Entzündungen an Eileitern und Eierstöcken

Fischig-riechender Ausfluss

  • Erscheinungsbild: gräulich-weiße Farbe und strenger, fischiger Geruch, eventuell schaumige Konsistenz
  • Mögliche Ursache: Bakterielle Vaginose durch Ausbreitung von Keimen. Begleitend zur Therapie mit Antibiotika ist es besonders wichtig, dass der pH-Wert in der Vagina wieder normalisiert wird, sonst drohen Rückfälle.

Was ist Scheidenausfluss?

Scheidenausfluss (auch: Fluor vaginalis) enthält neben einer Flüssigkeit des Gebärmutterhalses auch abgeschilferte Schleimhautzellen und Bakterien.

Warum habe ich Ausfluss?

Die Flüssigkeit aus der Scheide hat drei wichtige Funktionen:

  1. Verschluss in der Proliferationsphase
    Der aus ihr gebildete Schleimpfropf verhindert in der ersten Phase des weiblichen Zyklus, dass Spermien in eine unvorbereitete Gebärmutter eindringen.
  2. Schutz vor Krankheiten
    Außerdem schützt der Scheidenausfluss die Vagina vor Infektionen: Die enthaltenen Milchsäurebakterien helfen dabei, den pH-Wert der Vagina im sauren Milieu zu halten und somit die Ausbreitung von Krankheitserregern und Pilzen zu verhindern.
  3. Natürliche Reinigung
    Drittens transportiert der Scheidenausfluss auf natürlichem Weg alte Hautzellen und Schleim aus dem Körper ab.
Frau Intimbereich Scheidenausfluss Ausfluss
© Bigstock / Javier Sanchez Mingorance

Welcher Scheidenausfluss ist normal?

Weißfluss

Gesundes Scheidensekret ist meist weißlich und geruchlos und wird daher auch als Weißfluss bezeichnet. Menge und genaue Beschaffenheit des Sekrets können sich von Frau zu Frau unterscheiden.

Dünnflüssigerer Ausfluss

Neben Stress und seelischer Belastung können vor allem hormonelle Schwankungen während des Zyklus Einfluss auf die produzierte Menge nehmen. Vor dem Eisprung in der Zyklusmitte, sowie während einer Schwangerschaft wird durch die erhöhte Östrogenproduktion etwas mehr und dünnflüssigerer Ausfluss abgesondert.

Wenn du dir unsicher bist, ob dein Scheidenausfluss normal ist, solltest du dich auf jeden Fall an einen Arzt wenden.

Veränderter Ausfluss: Vorbeugung

Damit es erst gar nicht zu verändertem Scheidenausfluss kommt, solltest du unbedingt auf die richtige Intimhygiene achten, um deine Scheidenflora im Gleichgewicht zu halten. Verzichte auf Intim-Deos und parfümierte Seifen und greife stattdessen zu pH-neutralen Reinigungsmitteln. Wasche deine Unterwäsche auf 60 Grad, um Keime abzutöten und wische beim Toilettengang „von vorne nach hinten“ ab, um eine Infektion durch Darmkeime zu vermeiden. Zu guter Letzt: Kondome als Schutz vor Geschlechtskrankheiten sind immer ein Muss!

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Armandine Neumann will, dass Frauen Spaß im Leben und der Liebe haben. Daher lässt sie keine Möglichkeit aus, Frauen dafür Tipps zu geben.

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