Wirst du schon langsam genauso wie deine Mutter?

Bist du schon genauso wie deine Mutter?

Erkennst du sie in dir wieder?

Mutter mit Tochter auf einem Motorrad

Bist du schon genauso wie deine Mutter?

Erkennst du sie in dir wieder?

© pexels / London Scout

„Du bist schon genauso wie deine Mutter!“ Ein Satz den wohl jeder von uns schon mal zu hören bekommen hat. Viel Positives können wir dieser Bemerkung meist nicht abgewinnen. Aber warum eigentlich? Übernimmt man automatisch nur die schlechten Eigenschaften und ist deshalb nicht besonders stolz drauf, gewisse Eigenschaften mit der Mutter zu teilen? Das steckt wirklich dahinter.

Dieser seltsame Moment, wenn dir deine Mutter versaute SMS schreibt...

Alles fängt bei der Geburt an

Erste Parallelen zu unseren Eltern werden bereits am Tag unserer Geburt festgestellt. Die Haare und die Augen hat sie von der Mama. Klar, dass meistens bei braunhaarigen Eltern keine Rotschöpfe herauskommen. Das hat genetische Gründe. Aber ab einem gewissen Alter dann, stellten wir plötzlich fest, dass wir nicht nur ihr Aussehen, in gewisser Form, übernehmen, viel schlimmer noch, wir übernehmen auch ihr Verhalten.

Auch dieses Phänomen lässt sich erklären. Schließlich waren Mama und Papa damals unsere großen Vorbilder. Sie haben es uns auf ihre Art und Weise vorgelebt, uns so stark geprägt wie kein anderer. Als Kinder kopierten wir ihre Einstellungen und ihre Verhaltensweisen. In unseren ersten 30 Lebensjahren fallen uns die gar nicht wirklich auf, da sich unser Leben grundlegend von dem der Eltern unterscheidet. Nehmen aber Faktoren wie Job, Beziehung/Ehe, Familie eine zunehmend wichtigere Rolle in unserem Leben ein, treffen uns die Parallelen wie ein Schlag.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Verantwortlich für die vielen Parallelen, positiv wie negativ, ist unser Gehirn, sagt Psychotherapeutin Dr. Dirnberger-Puchner: „Es sorgt dafür, dass wir bestimmte Handlungsweisen ganz automatisch, ohne darüber nachzudenken, abspielen. Und das, weil wir es einfach so gewohnt sind. Die von unseren Eltern vorgelebten Muster speichert unser Gehirn ab und bildet daraufhin Muster und Strukturen heraus, an denen wir uns im Leben orientieren und die unsere Handlungen bestimmen.“ Bedeutet das, dass wir früher oder später zu einer Kopie unserer  heranwachsen?

Entwarnung. Jeder Mensch ist einzigartig. Verhaltensweisen, die unser Gehirn einmal abgespeichert hat, lassen sich nur einfach nicht so leicht von heute auf morgen verändern. Aber mal ehrlich, ist es wirklich so schlimm, ein bisschen so wie die eigene Mutter zu sein?