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Warum haben wir Angst vor dem Tod?

Und wie du die Angst überwinden kannst

Die Angst vor dem Tod ist oft unbegründet.
© Alex Jones via Unsplash
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Warum haben wir Angst vor dem Tod?

Und wie du die Angst überwinden kannst

Das Leben ist ein kostbares Geschenk. Nicht umsonst ist „Lebe jeden Tag, als wenn es dein letzter wäre“ das Lebensmotto vieler Menschen. Doch bereits während Lebzeiten haben viele Menschen Angst vor dem Tod, Angst, vor dem Prozess an sich und vor dem, was danach kommt oder auch nicht. Woher diese Furcht kommt und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Woher die Angst vor dem Tod kommt

Die Angst vor dem Tod, ist etwas vollkommen natürliches. Zum einen sind alle Lebewesen darauf programmiert zu überleben, was das Leben zu einem großen Gut macht. Zum anderen ist es vor allem Nichtwissen, das uns Angst vor dem Sterben macht. Menschen versuchen seit jeher alles zu erklären. Einst war es die Religion, die Physik, Chemie, Soziale Ungerechtigkeit und auch den Tod erklärt hat. Seit aber die Wissenschaft anerkannt ist und es Gründe für im Grunde alles gibt, bleibt der Tod ein unerschlossenes Feld.

Bisher kann niemand genau sagen, was passiert, wenn wir sterben, was vielleicht sogar danach kommt. Die Sterbeforschung beschäftigt sich bereits seit geraumer Zeit mit dem Tod, kommt aber zu keinen Ergebnissen, die wissenschaftlich belegbar sind. So müssen wir Menschen uns einfach damit abfinden auf etwas zuzuleben, das wir nicht greifen können. Daraus entsteht die Angst vor dem Tod.

Auch der Gedanke an die Nichtexistenz ist für den Menschen beunruhigend, auch wenn sie nicht rational ist. Schließlich wird es uns egal sein, dass wir nicht mehr leben, wenn wir nicht mehr leben. Dennoch plagen uns bereits lange vor dem Tod die Fragen: Wie werde ich sterben? Was passiert mit meinen Angehörigen? Welche Ereignisse werde ich verpassen, wenn es mich nicht mehr gibt?

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Die Angst vor dem Tod hat vermutlich jeder, der sich einmal ein paar Gedanken darüber macht. Doch einige Menschen fürchten sich so sehr vor dem Sterben, dass der ganze Alltag von der Furcht gelenkt wird, die Gedanken immer wieder um das selbe Thema kreisen und der Betroffene kein schönes Leben mehr führen kann. Und das ist doch schade, denn sich das Leben vom Tod vermiesen zu lassen, obwohl er noch nicht einmal da ist, ist verschwendete Zeit.

Ein anderer Faktor, der die Angst vor dem Tod auslöst, ist natürlich das Nichtwissen, was auf uns zukommt. Wir wissen, dass es passieren wird, haben aber keine Ahnung, wie es sein wird und was auf uns zukommt. In westlichen Ländern, kommen wir nur eher seltener direkt mit dem Tod in Kontakt. Natürlich ist das eine gute Sache auf der einen Seite, dennoch werden wir somit nie dazu gezwungen uns mit dem Tod auseinanderzusetzen. Und vor Dingen, die man nicht kennt, fürchtet sich der Mensch eben.

Wieso du keine Angst vor dem Tod haben solltest

Wenn du Angst vor dem Tod hast und dich der Gedanke kaum loslässt, gibt es ein paar Möglichkeiten, deine Furcht zu lindern.
Beschäftige dich mit dem Tod: Ja, du hast richtig gelesen – ein vielleicht zunächst merkwürdig wirkender Tipp, aber es kann wirklich helfen! Je mehr man sich mit etwas beschäftigt, das man nicht kennt und je mehr man darüber weiß, desto weniger angsteinflößend wird es. Es gibt zahlreiche Bücher über das Sterben und den Tod, die einem Ruhe und Zuversicht schenken können. Hast du dich zum Beispiel schon einmal mit Nahtoderfahrungen auseinandergesetzt? Vielleicht ist es ja an der Zeit, einen Schritt auf das Unbekannte zuzumachen und ihm einmal die Hand zu schütteln und somit die Angst vor dem Tod erfolgreich abzulegen.

Das Prinzip Hoffnung: Wenn es um den Tod geht, ist hoffen ein gutes Konzept. Sich an wissenschaftlichen Erklärungen aufzuhängen, die es leider noch nicht gibt, macht keinen Sinn. Hier darfst du deiner Hoffnung freien Lauf lassen. Vielleicht haben die Religionen ja recht und es gibt ein Leben nach dem Tod in irgendeiner Form. Auch der Gedanke an eine Wiedergeburt deiner Seele könnte dir Beruhigung verschaffen. Vielleicht möchtest du dir aber auch selber ausdenken, was dich nach dem Tod erwartet. Freunde dich mit dem Gedanken an den Tod an und biete ihm so die Stirn.

Egal, was passiert, es wird ok sein: Wie bereits erwähnt, wird es uns egal sein, wenn wir erst einmal gestorben sind – vorausgesetzt natürlich, dass es kein Leben nach dem Tod gibt. Wenn es jedoch ein Leben nach dem Tod gibt, wird es vermutlich auch schön sein. Egal, ob es etwas im Jenseits für uns gibt oder nicht: Du wirst deinen Frieden finden.

Dein Leben macht alles wet: … Wenn du es denn richtig führst und du deine Angst vor dem Tod nicht im Weg stehen lässt. Genieße dein Leben, tu das, was dir Spaß macht, finde deinen Lebenssinn, meditiere, sie achtsam, sei glücklich. Feier dich jeden Tag und führe dein Leben so, dass du am Ende nicht zu bereuen hast. Dann wird es auch viel einfacher zu gehen.

Die gute Nachricht: Am Ende des Lebens lässt die Angst nach

Eine Studie zeigt: Kurz vor dem Sterben sinkt die Angst vor dem Tod. Zu dieser Erkenntnis kamen Psychologen der Universität von North Carolina (USA). Nach Auswertung von Abschiedsbriefen von Todeskandidaten in Gefängnissen und Blogeinträgen von sterbenskranken Menschen, stellten sie fest, dass am Ende des Lebens die positiven Gefühle überwiegen. Die Erinnerungen an Liebe, Vertrautheit und Geborgenheit überwogen klar. Vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass die Menschen sich mit dem Sterben abgefunden haben und ihren Seelenfrieden gefunden haben.

Und noch schlimmer als die ständige Angst vor dem Tod und ein Leben in Angst und reiner Vorsicht, ist doch nur ein Leben in dem wir eins vergessen haben: Zu leben.

Wenn die Angst vor dem Tod zu überwältigend wird

Wenn deine Angst vor dem Tod zermürbend ist, nicht verschwinden will oder gar stärker wird, solltest du auf jeden Fall psychologische Hilfe suchen. Ein Therapeut kann die helfen, deine Angst zu überwinden und dein Leben wieder genießen zu können.